
Quellen: Deutsche Windguard i.A. Bundesverband Windenergie + Statistisches Bundesamt
Das Diagramm der Jahre 2020 bis 2025 verdeutlicht, was uns der Zubau weiterer Windenergieanlagen gebracht hat!
Die blaue Linie zeigt was mit Windenergie an Strom erzeugt wurde und die orange Linie den Zubau der letzten sechs Jahre.
Die linke Skala sind die Terrawattstunden (TWh) der Erzeugung und die rechte Skala die Leistung der Windenergieanlagen in Gigawatt (GW).
Die beiden Skalen sind aber aufeinander abgestimmt, da bei 2.500 Volllaststunden, die die Windkraftanlagen zur Stromerzeugung im Jahr beitragen, eine Leistung von 100 GW zu einem Ertrag von 250 TWh führt (s. ganz oben der Skalen – 250 TWh links zu 100 GW rechts).
Die Steigerung der Leistung um 25% hat nicht dazu geführt, dass auch mehr Windstrom produziert wurde. Wozu also ein weiterer Ausbau von Windenergie?
Da der Wind nicht immer weht wird der Jahresertrag einer Windenergieanlage (WEA) durch Ihre Leistung geteilt (zum Beispiel produziert eine 6 MW WEA ca. 15.000 MWh im Jahr). So erhält man die Volllaststunden einer WEA, die im Schnitt bei 2.500 Stunden pro Jahr liegen. Die meisten WEA stehen in Norddeutschland, ein Teil im süddeutschen Binnenland und ein weiterer Teil auf See (Offshore).
Im Jahr 2025 wurden, ebenso wie im Jahr 2020, 132 TWh an Windstrom produziert. Diese 132 TWh sind 132.000 GWh. Teilen wir sie durch die 2.500 Volllaststunden, ergeben sich knapp 53 GW Leistung der Windenergieanlagen, die gereicht hätten diesen Strom zu produzieren. Installiert haben wir allerdings schon 78 GW, davon 69 GW an Land.
Die 132 TWh Windstrom im Jahr 2025 waren allerdings nicht ausschließlich für unseren Bedarf bestimmt, da zu Zeiten wo der Wind wehte mehr als unser Bedarf produziert wurde und dieser Überschuß an das Ausland abgegeben werden musste.
Wir als Vorzeigenation für Erneuerbare Energie und Energiewende legen natürlich auch heute schon Wert darauf, so wenig fossilen Strom zu produzieren wie es nur geht. Unsere fossilen Kraftwerke laufen im sogenannten „must run“ – Modus und von daher produzieren wir mit ihnen keinen Strom zum Export.
Der Export besteht daher nur aus Strom von Wind- und Sonnenenergie, denn die beiden anderen erneuerbaren Energiearten Bioenergie und Wasserkraft sind ja als einzige grundlastfähig und so auch jederzeit regelbar, so dass sie beim Export nicht ins Gewicht fallen.

Von der Verteilung der Produktion tragen WEA etwa 2/3
und PV-Anlagen etwa 1/3 zur gemeinsamen Stromerzeugung bei.
D.h., dass die rund 60 TWh die wir exportiert haben mit 40 TWh bei der Windenergie und 20 TWh bei der Sonnenenergie zu Buche schlagen.
Diese 40 TWh müssen wir also noch von unserer Jahresproduktion von 132 TWh abziehen.
Somit haben wir im Jahr 2025 also gar keine 132 TWh für unseren Bedarf produziert, sondern nur 92 TWh, da der Rest ja in das Ausland abgeführt wurde.
Einen Teil dieser Stromlieferungen an das Ausland, der in den letzten Jahren stetig steigt, wurde dabei verschenkt oder es musste dafür sogar bezahlt werden, damit uns der Strom abgenommen wird.
Für diese 92 TWh hätten wiederum 37 GW Leistung, also weniger als die Hälfte unsere Windenergieanlagen gereicht! (s. vorheriger Bereich über dem Spiegelstrich)
Hier nun eine Präsentation als PDF zur Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen aus verschiedenen Blickwinkeln die neben der obigen Darstellungen weitere Blickwinkel enthält, die ganz deutlich aufzeigen, dass ein weiterer Ausbau, insbesondere auf neuen Flächen, sofort gestoppt werden muss. Die Präsentation (und jetzt neu auch ein One-Pager dazu) enhält gesammeltes Wissen. Unter anderem wieviel Wind uns im Jahr zur Verfügung steht und dafür sorgt, dass eine Windenergieanlage Strom liefert, sowie Informationen dazu, ab wann wir zuviel Windenergieanlagen installiert haben. Denn von allen Dingen die wir uns anschaffen benötigen wir nur eine bestimmte Menge.
